Tabak und Zigarrenherstellung

Veröffentlicht auf von nadjalika

Geschichte des Tabakanbaus

Die Geschichte der Zigarre ist zwangsläufig eng mit der Geschichte des Tabaks verbunden. Vor mehr als 3000 Jahren wurde bereits Tabak in Südamerika geraucht. Damals aber weniger zum Genuss, sondern mehr zur Heilung Kranker oder für die Kontaktaufnahme mit den Göttern. Das Rauchen war damit den Schamanen und Medizinmännern vorbehalten.

Die afrikanischen Cubaner übernahmen diesen Gebrauch der Tabakpflanze. In der Santeria und im Palo sind die Zigarren beliebte Opfergaben und Teil jeder Zeremonie. Segnungen sind ohne Tabaksqualm nicht möglich.

Mit der Entdeckung Amerikas durch Christoph Columbus, wurde der Tabak in der "alten" Welt bekannt. Im Oktober 1492 landete er auf Kuba und sah, wie die Eingeborenen "Rauch tranken". Die Eingeborenen nannten ihre gedrehten Tabakstangen "Cohiba". Diese Marke gehört heute zu den bekanntesten der Welt.

In seinem Bordbuch berichtet Columbus, dass zwei seiner Begleiter bei der Erforschung der Insel eine grosse Anzahl Indianer, Frauen und Männer, antrafen, die »mit einer kleinen glimmenden Stange aus einem Kraut herumwandern, dessen Rauch sie trinken, wie es ihr Brauch ist«.

Nach Columbus gab es aber auch andere Seefahrer und Konquistadoren, die das Rauchen, Schnupfen und Kauen des Tabaks der Eingeborenen beobachteten. Sie fanden selbst Gefallen daran und brachten das "Rauch Trinken" nach Europa.

Die steigende Nachfrage des Tabaks führte dazu, dass 20 Jahren der Kolonisation Kubas (1510) die Landwirte der Insel in der Lage waren, einen Teil ihres produzierten Tabaks in die damalige Metropole (Spanien) zu senden. Ab 1580 wurde der Tabakhandel in der Provinz Havanna geregelt. (Verkauf im eigenen Land an Gasthäuser.)
Das spanische Königshaus sicherte sich 1717 das Tabakmonopol, beutete allerdings die Tabakbauern derart aus, dass diese lieber ihre Felder brach liegen liessen. Erst 100 Jahre später gab die spanische Krone ihr Monopol wieder auf. Und die Bauern nahmen ihre Arbeit wieder auf...

Lange Zeit galt Tabak, durch den Einsatz des Franzosen Jean NICOT, als Heil- bzw. Zierpflanze in Europa, aber im 16. Jahrhundert wurde er immer mehr auch geraucht. Richtig bekannt wurde er jedoch erst, als Jean Nicot einem Pagen der Königin Katharina von Medici ein Magengeschwür mit Tabakblätter heilte. Aus dieser Zeit hat die Pflanze auch ihren Namen: Nicotina Tabacum.

Allerdings rauchte man damals Tabak ausschliesslich in Pfeifen, die Zigarre war zu dieser Zeit noch nicht bekannt.

Anfang des 18. Jahrhunderts wurden die ersten Zigarren in Spanien produziert und von dort aus begannen Sie ihren Siegeszug in ganz Europa.

                                                                              


Die Tabakpflanze

Ordnung: Röhrenblütler (Tubenblütler oder Tubifloren)
Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceen wie Kartoffel, Tomate)
Gattung: Nicotiana

Aufbau der Tabakpflanze:

Zu Ehren von Jean NICOT, einem Franzosen, der sich im 16. Jahrhundert für den Tabak stark machte, wurde der Tabak nach ihm benannt.

Für den Rauchtabak spielen nur zwei Sorten eine Rolle: Nicotina Tabacum und Nicotina Rustica. Aus Nicotina Tabacum wird vorwiegend Tabak für Zigarren-, Zigaretten- und Pfeifen hergestellt.

Die Tabakpflanze ist grundsätzlich nicht so anspruchsvoll was Klima- und Bodenbedingungen angeht. Auch in Deutschland wird Tabak angebaut und zwar vorwiegend drei Sorten: Geudertheimer-Tabake, Burley-Tabake und Virginia-Tabake.

Tabake für Premium Zigarren wachsen allerdings nur in wenigen Gebieten der Welt, da nur hier der Boden, die Temperatur und die Niederschlagsmenge optimal sind.



Die wichtigsten Anbaugebiete:
  • USA (Virginia, Kentucky, North- und South - Carolina, Tennessee)
  • Mittel- und Südamerika: Mexiko, Honduras, Nicaragua, Jamaika, Kuba, Ecuador, Brasilien
  • Europa: Kanaren, Spanien

Die auch heute noch bekanntesten und feinsten Tabaksorten werden vor allem im Westen von Kuba und im mittleren Kuba produziert. Im Osten ist heute eine Region sehr bekannt, nämlich die Camagüey.

Kenner sagen, im Dreieck zwischen Pinar del Río, San Luís und San Juan y Martínez wachse der beste und teuerste Tabak der Welt. Nur hier gedeihen die Pflanzen so vollendet, dass Deckblatt, Umblatt und die Einlageblätter dieselbe hervorragende Qualität haben.

Um Spitzentabak zu produzieren, bedarf es großen Wissens, Geduld und Glücks. Denn die Pflanze ist sehr empfindlich. Die Zigarre dann zu drehen, ist eine hohe Kunst. Nur die besten Arbeiter steigen zu toroedores (Zigarrendrehern) auf. Sie fertigen aus einer Handvoll Tabakblättern binnen zwei Minuten eine formvollendete Zigarre.


Tabakanbau in Kuba

In Kuba werden Criollo und Corojo Samen für den Anbau von Tabak benutzt. Die Corojo Pflanze wird für die Deckblätter verwendet und gehört zum teuersten Tabak auf Kuba.

Criollo wird für die Einlage (tripa) und Umblatt (capote) verwendet. Das beste Anbaugebiet auf Kuba liegt in der Provinz Pinar del Rio, in der Gegend Vuelto Abajo. Tabakfelder nennt man vegas, Tabakbauern vegueros.


Die Samen werden Anfang September in den staatlichen Tabakpflanzstationen gesät. Zum Schutz der Sämlinge vor der Sonne, werden diese oft mit Tüchern abgedeckt. Nach 30 Tagen ist aus dem Samen eine Pflanze von 20 cm Höhe geworden. Nun werden die Setzlinge auf die Felder der Tabakbauern verpflanzt. Dieser ist dann für die weitere Entwicklung der Tabakpflanzen verantwortlich.

Nach 2 Monaten Wachstum bilden sich Blüten an der Spitze und den Seitentrieben aus. Um das Wachstum der Blätter nicht zu verlangsamen, werden diese umgehend entfernt, damit die ganzen Nährstoffe den Blättern zu gute kommen.

Die ersten Blätter werden dann auch schon geerntet. Zuerst wird bei den größten Blättern begonnen. Später folgen dann auch die kleineren Blätter. Die Tabakpflanze ist jetzt etwa 1,80 m hoch.

Vom Pflanzen der Setzlinge bis zum Ende der Ernte vergehen i.d.R. 16 Wochen (ca. 2 Monate).





Ernte bzw. Trockung

Nach der Ernte werden die Blätter einzeln gepflückt, zu Ballen gerollt und in Trockenschuppen (Casas del Tabacco) gebracht.

Hier werden Sie auf langen Stangen für etwa 40 Tage aufgehängt.
In dieser Zeit verfärben sich die Blätter, bedingt durch die Umwandlung des Blattgrüns (Chlorophyll) in Karotin, von grün zu braun. Außerdem verlieren sie bis zu 85% ihres Gewichtes.



Fermentation (Gärung)

Im Anschluss beginnt die 1. Fermentation. Dafür werden die Blätter zu 1 m hohen Haufen zusammengetragen und abgedeckt. Es muß sorgfältig darauf geachtet werden, daß die Temperatur nicht über 33 Grad Celsius steigt. Durch Umwälzen der Blatthaufen, wird die Temperatur gesteuert.

In dieser Phase erhalten die Blätter eine gleichmäßige Färbung und bauen Nikotin, Teer und Säuren ab. Außerdem bilden sich Aroma- und Duftstoffe.

Während der 2. Fermentation darf eine Temperatur von etwa 40 Grad Celsius nicht überschritten werden. Je länger diese Fermentation dauert, desto dunkler wird die Farbe der Tabakblätter.

I.d.R. dauert die Fermentation zwischen 4-12 Wochen. Nun sind die Blätter für die Lagerung bzw. Verarbeitung bereit.

Was ist das Besondere an kubanischen Zigarren?

Nun, der Grund ist einfach und einleuchtend. In Kuba gibt es unbestritten den besten Tabak der Welt. Das Klima und der Boden in Kuba tragen ebenfalls sehr zur Qualität des Tabaks bei, denn hier herrschen ideale Bedingungen für den Tabakanbau. Habanos dürfen nur Zigarren genannt werden, deren Tabak zu 100 Prozent in Kuba angebaut wurde.

Bei den berühmten Cohibas kommt noch dazu, daß der Tabak einer 3. Fermentation unterworfen wird, was ihn noch besser und feiner im Geschmack werden lässt, Nikotin-, Teer- und Säuregehalt weiter verringert.

 
 

               

Fabrikation

Nach Abschluss der Fermentation findet der schwierigste Prozess für das Herstellen einer Zigarre statt, nämlich das Mischen. Nur ein ganz grosser erfahrener Spezialist bringt es fertig, Tabakblätter von verschiedenen Klassen, Sorten und aus unterschiedlichen Tabakplantagen und Ernten die richtige Mischung und das feine Aroma zu finden.

Das Rollen einer Zigarre
Zwei bis vier Tabakblätter werden je nach Format von Hand über die gesamte Länge kegelartig übereinandergefaltet. So entstehen Luftkanäle im Inneren, die den gleichmäßigen Zug der Zigarre garantieren.
Als nächstes wird diese Einlage in die Hälfte eines Umblatts eingewickelt, bei grösseren Formaten in zwei Hälften. Die so entstandene Puppe oder Wickel wird nun in einer hölzerne Form gepresst.
Der Zigarrenmacher entnimmt nun eines der feuchtgehaltenen Deckblätter, breitet es auf dem Schneidebrett aus, dehnt es und schneidet die Ränder zu. Die Puppe wird nun schräg auf das Deckblatt gelegt und vorsichtig umwickelt.
Im nächsten Arbeitsgang wird aus einem Deckblattrest ein rundes Stückchen ausgeschnitten und auf dem Kopf der Zigarre mit einem pflanzlichen Klebstoff angebracht. Bei manchen Zigarren wird der Kopf durch das Zusammendrehen der Deckblattenden gebildet.

Anschliessend verleiht der Zigarrenmacher dem Deckblatt Glanz, indem er mit dem Messer darüber streicht und die Zigarre auf dem Brett rollt. Zum Schluss wird die Zigarre auf die richtige Länge zugeschnitten sowie die Standardmaße der verschiedenen Zigarren mit Hilfe von Mess-Schablonen kontrolliert.

Die Arbeiter in den Fabriken dürfen während ihrer Arbeit soviel rauchen wie sie wollen. Und man findet auch wirklich kaum jemanden ohne Zigarre im Mund. Sie dürfen sogar ein gewisses Kontingent an Besucher verkaufen. Nur mithinausgenommen werden dürfen die Zigarren nicht.

Die escogedoras (Auswählerinnen) überprüfen die Qualität der abgegebenen Zigarren. Anhand einer Nummer in jeder Zigarrenschachtel kann nachvollzogen werden, wer die Zigarren gemacht hat. Sollten sie nicht der Prüfung standhalten, werden sie an die Arbeiterinnen zurückgegeben, die sie kleinschneidet und als Füllung weiterverwendet.

Viele Frauen arbeiten hier, manchen bringen sogar ihre kleinen Kinder mit. Von einem Vorleser am Kopfende der Halle werden aktuelle Nachrichten u.ä. vorgelesen. Das hat natürlich zur Folge, dass die Arbeiter hier eine breite Allgemeinbildung haben.


Ein Freund hat mir Zigarren aus Kuba mitgebracht. Wie kann ich erkennen ob es sich um Fälschungen oder Originale handelt?

Das erste Indiz für eine Fälschung ist der Preis. Sollte Ihr Freund weniger als 40 % des Verkaufspreises in Deutschland bezahlt haben, können Sie davon ausgehen, daß es sich um Fälschungen handelt.

Weitere Merkmale von Fälschungen sind:

  • Kiste mit Glasdeckel
  • kopiertes Garantiesiegel
  • fehlender Innenaufkleber (Vista)
  • schlechte Verarbeitung der Kiste
  • zu lange Nägel am Verschluß
  • mindere Prägung des Logos
  • Zedernholzblatt an der rechten oberen Ecke nicht rund ausgeschnitten
  • oxidierter Verschluß
  • veralteter Herstellungscode
  • kein Herstellungscode-Stempel
  • schlechte Verarbeitung im Inneren (Lackreste)

Reklame für eine „Tabakfahrt“

Erfahren Sie alles über das braune Gold von Kuba! Die Vegueros, die Tabakanbauer, werden Sie in die Kunst des Zigarrenherstellens einführen. Natürlich geben sie nicht all ihre Geheimnisse preis, aber vielleicht können Sie bei einer wohlverdienten Zigarre ein paar Geheimnisse entlocken.

Es ist ein langer Weg von der Ernte bis zu einer Zigarre, lassen Sie sich also Zeit. Entdecken Sie alles in Ruhe.


Cubanische Zigarren: Die Marken

„Habanos" dürfen nur Zigarren genannt werden, deren Tabak zu 100 Prozent in Kuba angebaut wurde.

Die Cohiba Línea Maduro 5.

Speziell ausgewählte und fermentierte Deckblätter werden dafür einer mindestens fünf Jahre langen Reifelagerung in Tercios (in Blätter der Königspalme verpackte Tabakballen) unterzogen; daher auch der Name „Maduro 5". Dies bewirkt eine außerordentlich komplexe Aromenentwicklung dieser mittelkräftigen bis starken Cigarren.

Die Secretos ist die kürzeste Zigarre der Cohiba Linea Maduro 5 Reihe. Mit einer Länge von 10 cm ist sie wohl eine der edelsten kleinen Zigarren der Welt.

Wie alle Zigarren dieser Reihe, wurden die Deckblätter einer 5jährigen Reifelagerung unterzogen, was dieser Zigarre ein einzigartiges und komplexes Aroma verleiht.

Die Magicos ist eine der drei neuen Zigarren der Linea Maduro 5 Reihe. Mit einer Länge von 11,5 cm, erfreut sie den Zigarrenraucher mit über 30 Minuten edlem Rauchvergnüge

Havanna Zigarren
 -  Bolivar
 -  Fonseca
 -  Cohiba
 -  Cohiba Siglo 1492
 -  Cohiba Maduro 5
 -  Cuaba
 -  Flor de Cano
 -  Guantanamera
 -  H. Upmann
 -  Hoyo de Monterrey
 -  J.L. Piedra
 -  La Gloria Cubana
 -  Montecristo
 -  Partagas
 -  Por Larranaga
 -  Punch
 -  Quintero
 -  Ramon Allones
 -  Rey del Mundo
 -  Romeo y Julieta
 -  Saint Luis Rey
 -  San Cristobal
 -  Trinidad
 -  Vegas Robaina
 -  Mini Cubanos (Cigarillos)
 -  Habanos Specials
 -  Habanos Limitadas

Cohiba
Aroma: mild bis mittelkräftig, aromatisch
Das Geheimnis der herausragenden Qualität der Cohiba gründet sich auf drei Besonderheiten. Erstens werden nur die allerbesten Blätter ausgewählt. Die Cohiba hat Vorrang vor allen anderen, und Avelino Lara hat bei jeder Ernte die erste Wahl . Ihm stehen die Erzeugnisse von zehn Plantagen zur Verfügung, wobei er in jedem Jahr nur von fünf vegas seine Wahl trifft. Zweitens lässt man die Blätter dreimal fermentieren bei den meisten anderen Havannas nur zweimal. Die dritte Fermentation findet in der Fabrik statt und kann den Prozeß vom Blatt bis zur fertigen Zigarre um ganze 18 Monate verlängern. Und drittens sind die Zigarrenmacher von Laguito die besten in ganz Kuba.

Die Geschichte der Cohiba:
Die Cohiba ist die Havanna Zigarre schlechthin und ihr geistiger Urheber ist der Revolutionär Che Guevara. Dieser regte als Verantwortlicher die kubanische Zigarrenindustrie zur Herstellung an. Sein Ziel war einfach: "Die Kreation einer Nachrevolutionszigarre, die alles übertraf ,was vorher produziert worden war". Sie sollte das Nonplusultra werden. Die Zigarren werden seit 1968 zum größten Teil in der Fabrik "El Laquito" die in einem der Vororte Havannas im ehemaligen Sitz des Marquez de "Pinar del Rio" untergebracht ist, gefertigt. Nur die "Robusto"- und "Splendido" Formate werden zum Teil in den Fabriken "Partagas" und "H.Upmann" in Alt Havanna hergestellt. Das Geheimnis der herausragenden Qualität der Cohiba (Der Name ist das alte Wort der Taino-Indiander Kubas für Zigarre) gründet auf drei Besonderheiten: Erstens werden nur die allerbesten Blätter ausgewählt. Die Cohiba hat Vorrang vor allen anderen und ist aus jeder Ernte die erste Wahl (Die Auswahl der Auswahl). Ihr stehen die Erzeugnisse von 10 Plantagen zur Verfügung. Zweitens läßt man die Blätter drei mal fermentieren (Bei den meißten anderen Zigarren nur zwei mal). Die dritte Fermentation findet in der Fabrik statt und dauert zusätzliche 18 Monate. Und drittens sind die Zigarrenmacher, die "torcedores", die besten in ganz Kuba. Zuerst war die Cohiba für ausländische Würdenträger und Diplomaten gedacht. Seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 in Spanien wird sie für den allgemeinen Export produziert.

Cohiba

Montecristo
Aroma: mittelkräftig bis kräftig.
Die Montecristos mit ihrem typischen dunklen, leicht öligen Deckblatt und mit ihrem aromareichen Geschmack sind etwas milder als Cohibas; ihre Mischung beinhaltet weniger ligero. Die No 2 ist sehr kräftig, wie man das von einer Zigarre mit einem Ringmaß von 52 erwartet. Besonders zu empfehlen sind die Montecristos No 3, No 4 und No 1. Die Especial (ein langes Panetela-Format mit zugedrehter Spitze, ähnlich der Cohiba Lancero) brennt für manche Geschmäcker zu schnell - mit Ausnahme jener Zigarren, die aus der Laguito-Fabrik kommen. Die dickere No 1 mit ihrem dunkleren Deckblatt ist da besser. Montecristos eignen sich nicht besonders gut zum Reifen, abgesehen von den größeren Formaten, die ab Ringmaß 46 eine zusätzliche Blattart in ihrer Mischung haben.

Die Geschichte der Montecristo:
Bevor die Cohiba 1982 auf den freien Markt kam, war Montecristo jahrzehntelang die beliebteste Zigarrenmarke. Dies wohl dadurch, daß sie auch während und nach dem 2.Weltkrieg durch den Import von Dunhill in den USA erhältlich war. Nach dem Krieg wurden immer mehr Formate kreiert um der Nachfrage gerecht zu werden, so daß von den ursprünglich 4 heute ca. 13 Größen erhältlich sind. Insgesamt hat dadurch die Spitzenqualität ein wenig gelitten. Aus diesem Grunde sind insbesondere die auf dem spanischen Markt erhältlichen Puros nicht zu empfehlen. Dies liegt daran, daß in Spanien mehr als woanders die Devise gilt: "Masse statt Klasse" und der Preis das alles entscheidende ist. Deshalb werden in Cuba Zigarren für den spanischen Markt produziert und gleich mit Steuerzeichen versehen. Ursprünglich befand sich die Marke im Eigentum der Familie Garcia und Menendez. Sie hatten die Marke 1935 gegründet. Nach Fidel Castro´s Machtübernahme wanderten sie, wie viele andere auch, auf die Canarischen Inseln aus. Die Montecristos werden heute in der Fabrik José Marti (früher H.Upmann) sowie bei El Laquito (aus der die Cohibas stammen) hergestellt. Der Name erklärt sich aus dem Brauch den Zigarrenmachern gegen die aufkommende Langeweile laut vorzulesen. Dabei war der Roman von Alexandre Dumas "Der Graf von Monte Cristo" (1844/1845) einer der beliebtesten, wie auch Shakespear´s "Romeo und Julia". Heute dagegen werden, wenn nicht gerade Musik durch die Lautsprecher ertönt, cubanische Revolutionsparolen verbreitet. Der Erfolg der Zigarren liegt unter anderem darin, daß die Ligero-Blätter in speziellem Zedernholz aufbewahrt werden und das die Puppe besonders geformt wird. Die Zigarren weisen alle insgesamt dunkle ölige Deckblätter auf.

Montecristo No.4

Romeo y Julieta
Aroma: mittelkräftig
Obwohl schon 1875 von Alvarez y Garcia ins Leben gerufen, wurde die Romeo y Julieta erst richtig bekannt, als sie 1903 von "Pepin," Fernandez Rodriguez, erworben wurde. Er kam viel herum, nahm mit seinem Pferd Julieta an Rennen in ganz Europa teil und stellte die größte Auswahl von Zigarrenringen mit persönlicher Note für die Prominenz seiner Zeit her.

Die Geschichte der Romeo y Julieta:
Dies ist eine der bekanntesten Habana Marken mit den meißten Formaten - insgesamt über 60. "Pepin" Rodriguez Fernandez war zunächst Leiter der Fabrik Cabanas. Bevor diese von American Tobacco übernommen wurde, kaufte er von seinen Ersparnissen 1903 eine ausschließlich für den cubanischen Markt produzierende Fabrik. Sein großes Engagement im Ausland machte die Marke so populär, daß er mit seinen 1400 Angestellten bald in eine größere Fabrik umziehen mußte, wo die Marke noch heute produziert wird. Insbesondere belieferte er Könige und Staatsoberhäupter, für die er extra Bauchbinden fertigen ließ. So kam es, daß die Fabrik eine Zeit lang über 15.000 verschiedene Binden herstellte. Das nach Winston Churchill benannte Format ist bei weitem das beannteste. Aber auch die No.1 und No.2 sind sehr beliebt. Unter Kennern sehr begehrt sind vor allem das Pyramiden-Format, "Belicosos" und die Robusto "Exhibicion No.4".

Logo Romeo y Julieta

H.Upmann
Aroma: mittelkräftig
H. Upmann war Bankier. Er war so vernarrt in die Zigarren, die er aus Cuba erhielt, daß er im Jahre 1844 nach Havanna zog und sich als Bankier und Zigarrenhersteller niederließ. Seine Bank schloß bald ihre Pforten, aber seine Zigarren, von denen jede noch seine Unterschrift trägt, überlebten und sind ein Beispiel für elegante, leichte Havannas.

Die Geschichte der H.Upmann:
Ursprünglich war H.Upmann ein Londoner Bankhaus mit einer Zweigstelle in Habana. Dabei steht das "H" für den deutschstämmigen Gründer Hermann. Um 1830 begann der eifrige Geschäftsführer der Zweigstelle in Habana für seine Direktoren in London Zigarren zu verschicken. Dabei ließ dieser die Zigarren erstmals in Zedernholzkisten verpacken. und mit dem Banknamen kennzeichnen. Aus dem Export wurde bald ein regelmäßiges Geschäft. 1844 wurde die Zigarrenmarke eingetragen und 1845 folgte die Gründung der Fabrik im Zentrum von Habana nahe dem Capitol. Bi szum beginn der kubanischen Revolution war die Fabrik im Eigentum der Familie Menendez. Die Familie führte 1930, wiederum als erste, die mit Zedernholz ausgelegte Aluminium-Hülse ein. Heute nennt sich die Fabrik José Marti. Täglich werden hier mit ca. 900 Angestellten hundertausend Zigarren produziert. Die Fabrik produziert die verschiedensten Marken. Darunter finden sich unter anderem auch Sorten der Marke Montecristo, wie die No.2, No.4 sowie Especial No.2. Selbstverständlich aber auch ihre eigene H.Upmann Serie und neuerdings ein Teil der "Cohiba" Siglo- Collection.

Logo H.Upmann


La Gloria Cubana
Aroma: mild, aber würzig
Die "La Gloria Cubana" ist eine der berühmtesten kubanischen Marken. Viele Jahre wurde die Zigarre nicht hergestellt. Die neue "La Gloria Cubana" ist leicht und sanfte mit hervorragender Verarbeitung. Sehr geeignet für den "Cuba - Einsteiger".

Die Geschichte der La Gloria Cubana:
Die Marke wird heute in der Partagas Fabrik produziert. Sie wird überwiegend in aufwendigen 8.9.8 gepackten lackierten Holzkisten angeboten. Die Zigarren weisen trotz ihres oftmals geringen unscheinbaren Ringmaßes ein erstaunlich würziges Aroma auf.

Logo La Gloria Cubana

Partagas
Aroma: mittelstark bis voller Körper
Partagas wurde als eine der ältesten Zigarrenmarken 1843 von Don Jaime Partagas gegründet. Die Fabrik befindet sich im Herzen von Habana in der Altstadt nahe des Capitols, in der auch in einer Parallelstraße die H.Upmann Fabrik angesiedelt ist. Hier werden über 50 verschiedene Sorten hergestellt. Sehenswert ist der kolonialzeitlich eingerichtete Verkaufsraum, in dem man auch schon gerne mal einen "cafe cubano" trinkt. Die Qualität der Partagas ist nicht immer gleich und weißt oftmals durch die verwendeten Einlagen einen unterschiedlichen Geschmack auf.

Logo Partagas

Punch
Aroma: mild bis mittelstark
Die zweitälteste noch existierende Marke wurde 1840 von Manuel Lopez gegründet. Sie wird jedoch mehr mit ihrem letzten Eigentümer Fernando Palicio in Verbindung gebracht, der auch Hoyo de Monterrey und Belinda besaß. Er brachte vor allem das Halb-Corona-Format, die Petit Punch groß heraus. Das Angebot von Punch umfaßt über 40 Formate. Die Zigarren haben ein duftiges Boyguet und leicht süßen Geschmack.

Logo Punch

 
 


     

   

  

Die Zigarrenverkäufer in der kubanischen Hauptstadt rüsten sich jährlich auf den Ansturm der Genuss-Touristen. Schachtel über Schachtel der wertvollen Ware stapelt sich dann in den Schaufenstern - Anziehungspunkt für zahlungskräftige Kundschaft aus dem Ausland. Fünf Tage Ende Februar steht die Stadt unter dem Zeichen der erlesenen Glimmstängel. Mehr als 900 Gäste aus 48 Ländern waren 2003 vor Ort, um den weltberühmten Tabak des kommunistischen Landes zu feiern.

Aber nicht nur die Qualität des kubanischen Tabaks ist legendär, auch sein Preis. Rund 440 Euro kostet eine Schachtel mit 25 Cohiba 'Esplendidos' in einem der vielen Tabakläden Havannas. Für die meisten Kubaner ein unbezahlbarer Luxus. Schließlich beträgt das durchschnittliche monatliche Regierungsgehalt etwa elf Euro. Dafür teilt die Regierung Rauchern jeden Monat vier Zigarren zu - die sind allerdings manchmal von zweifelhafter Qualität.

Doch den pensionierter Fahrer Francisco Rodriguez stört das wenig. "Die Marke ist mir egal", sagt der 68-Jährige, während er genüsslich auf einer Parkbank an seiner Zigarre zieht. "Diese hier kostet einen Peso (wenige Cents) und sie ist gut."


Vermarktung des kubanischen Tabaks

Tabak ist Kubas Exportschlager
Zunehmendes internationales Interesse an kubanischen Zigarren hatte die Regierung auf die Idee gebracht, ihren Exportschlager Tabak besser zu vermarkten. 1999 fand dann mit luxuriösen Abendessen, Zigarrenproben und Plantagenbesuchen das erste Habano-Festival statt. Allein die Dinner-Veranstaltungen haben in den letzten Jahren Millionen eingebracht, sagte Ana Lopez, Marketingdirektorin der kubanischen Zigarrenfabrik Habanos SA.

Und nicht nur die Regierung profitiert von dem Zigarren-Trend, auch die Qualität der Zigarren habe sich in den letzten sieben acht Jahren merklich verbessert, erklärte der französische Journalist Jean Paul Kauffmann, der im auf dem Festival schon als Mann des Jahres ausgezeichnet wurde. "Die Qualitätsunterschiede sind enorm", sagte er. Der Franzose ist Herausgeber der Zeitschrift 'Havanoscope', die jedes Jahr 200 kubanische Zigarren bewertet - von der Durchschnittsware bis zu absoluten Spitzenprodukten. Inzwischen hat sich die in Frankreich erscheinende Zeitschrift zur Zigarren-Bibel Europas entwickelt.

Die Zigarrenindustrie blüht

Mindestens 70 Prozent der kubanischen Zigarren-Exporte gehen mittlerweile nach Europa, die anderen 30 Prozent verteilen sich auf Asien, Kanada und den Nahen Osten. In den USA ist der Verkauf kubanischer Zigaretten auf Grund des Handelsembargos verboten.

2000      118 Millionen Zigarren für den Export

2001      153 Millionen - Nachfrage steigend.

Die Zigarrenindustrie blüht, und das, obwohl sie schon vor Jahren einen der wichtigsten Raucher verloren hat. Der kubanische Präsident Fidel Castro, der immer eine brennenden Zigarre in der Hand zu haben schien, gab das Rauchen 1986 im Zuge einer nationalen Gesundheitskampagne auf. Aber selbst als Nichtraucher besuchte er das Habano-Festival.

Sein älterer Bruder, Ramon Castro, dagegen raucht immer noch. 65 seiner 77 Lebensjahre habe er geraucht, nachdem er die Gewohnheit im Alter von zwölf Jahren von seinem Vater übernommen habe, erzählt er. "Und bislang bin ich das Laster auch nicht losgeworden."


Das Land

Kuba ist neben China eine der wenigen übrig gebliebenen Sozialistischen Republiken nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Das Land hat etwa 11 Millionen Einwohner (Angaben nach: Auswärtiges Amt). Hauptstadt Kubas ist Havanna mit 2,2 Millionen Einwohnern und die Fläche von Kuba beträgt 110.860 qkm. Kuba wurde bereits ab ca. 700 vor Christus besiedelt, war lange Zeit spanische Kolonie. Später kam das Land unter US-amerikanische Vorherrschaft und wurde im Jahr 1902 unabhängig. 1959 übernahm Fidel Castro die Macht in Kuba.

Zigarren aus Kuba — Erfolgsgeschichte mit Problemen

Die Geschichte des kubanischen Handels mit Zigarren ist eine Erfolgsgeschichte mit vielen Problemen. Bereits 1857 erhoben die Vereinigten Staaten von Amerika Zölle, die den Kubanern den Export ihrer Zigarren erschwerten. Die Kubaner wählten daraufhin verstärkt den Weg nach Europa. Der kam ihnen auch zugute, als John F. Kennedy 1961 das Handelsembargo gegen das nun kommunistisch regierte Kuba verhängte.

Mag es auch viele Schwierigkeiten gegeben haben: Weder Stürme und Missernten noch der Zusammenbruch der Sowjetunion, der zusätzlich Schwierigkeiten für das Kuba brachte, vermochten bis heute ernsthaft an der Ausnahmestellung kubanischer Zigarren zu rütteln.

Geschichte Kubas (1700 – 1940)

1700 Tabak ist Hauptexportartikel. Ausdehnung der Zuckerrohrplantagen und Beginn

der Zuckerindustrie.

1762/63 Havanna wird von der englischen Kolonialmacht besetzt.

1791/92 Durch den Sklavenaufstand auf Haiti verlagert sich das karibische Zuckerzentrum

nach Cuba. Mit dem aufblühenden Sklavenhandel vergrößert sich die Zahl der

Schwarzen von 50000 um ein Mehrfaches und steigt bis 1860 auf 470 000. Der

Zuckerexport wird zur wichtigsten Einnahmequelle der Kolonie.

1812 Sklavenaufstand, der von den spanischen Kolonialtruppen niedergeschlagen wird.

1848 Der cubanische Zucker wird zu 40% in die USA verkauft.

1868/78 Erster Unabhängigkeitskrieg gegen die spanische Kolonialherrschaft unter

Führung von Carlos Manuel de Céspedes und Antonio Maceo.

1886 Aufhebung der Sklaverei.

1892 Erster Arbeiterkongreß unter Beteiligung der politisch radikalen Tabakarbeiter.

1895—98 Zweiter Unabhängigkeitskrieg unter Führung von José Marti, Antonio Maceo und

Maximo Gómez. Die USA treten in den Krieg gegen die Spanier ein. Die

Kolonialtruppen verlassen das Land. Cuba wird unabhängig.

1901 Die Cubaner räumen den USA auf deren politischen Druck hin ein

Interventionsrecht auf der Insel ein, das in der Verfassung verankert wird und bis

1934 Gültigkeit hat. Verstärktes Eindringen von US-Kapital, das in den ersten

Jahren der kubanischen Republik 75% des bebaubaren Landes und 40% der

Zuckerproduktion in seinen Besitz bringt

1908 Gründung der Unabhängigen Partei der Farbigen als erster Arbeiterpartei.

1920 ,,Tanz der Millionen": Infolge überhöhter Weltmarktpreise für Zucker ein

vorübergehender wirtschaftlicher Aufschwung.
1924—33 Herrschaft des Diktators Machados.

1925 Gründung der nationalen Gewerkschaft Cubas und der Kommunistischen Partei

Cubas.

1934—44 Nach dem Sturz Machados erstes Regime des Diktators Batista.

1940 Schaffung einer neuen Verfassung mit bürgerlichen Freiheiten und Streikrecht.

Geschichte der
Cohiba

Die Cohiba ist die berühmteste kubanische Zigarre – sie wurde schon von Fidel Castro und Che Guevara geraucht. Sie wird nur aus den feinsten Tabakblättern hergestellt, die

vor der Verarbeitung einer zusätzlichen Fermentation unterzogen werden.

Davidoff

Bis 1989 wurde der Davidoff-Tabak in Kuba angebaut, seitdem stammt er aus der Dominikanischen Republik. Die Qualität der Davidoffs zählt zu den besten der Welt.

Montechristo

Die bis heute am meisten verkaufte Zigarre Kubas. Ihre Beliebtheit verdankt sie ihrem besonderem pikantem Aroma.

Trinidad

Lange Zeit eine sagenumwobene „Phantomzigarre“ – nur wenige Auserwählte hatten sie je geraucht – gehört die Trinidad heute zu den edelsten (und teuersten) Havannas.

Romeo Y Julieta

Die Marke wurde 1903 von Rodriguez „Pepin“ Fernandez gegründet und entwickelte sich in wenigen Jahren zu einer der meistverkauften Spitzen-Havannas.

Die Geschichte einer Eroberung

Wann Tabak erstmals angebaut wurde ist bis heute unbekannt, jedoch über das Wo herrschen keine Zweifel. In Mittelamerika auf der Yucatán Halbinsel von der die Pflanze ursprünglich stammt, sowie bei den Mayas war Tabak eine Pflanze des täglichen Gebrauchs. Auch damals schon rauchte man diese Pflanze zum Genuss und Zeitvertreib. Durch den Untergang der Maya Kultur verstreute sich diese Pflanze in ganz Nord- und Südamerika. Dort entdeckte sie ein gewisser Christoph Kolumbus – zeigte sich aber überhaupt nicht beeindruckt von dieser Sitte des Rauchens (Jeder macht mal Fehler). Spätere Kolonialisten ließen sich dann aber doch überzeugen und so begann der bis heute anhaltende Siegeszug der Zigarre.

Der Ursprung des Wortes Zigarre entstammt auch der Sprache der Maya deren Wort für rauchen und saugen klang nämlich ganz ähnlich und lautete sikar.
Auch der erste "Markenname" war schon früh im Spiel: die Taino Indianer auf Tahiti hatten ein Wort für die Tabakpflanze: cojoba aus dem später die Marke Cohiba abgeleitet wurde.

Bereits 1612 in Virginia und 1631 in Maryland gab es die ersten echten Plantagen – jedoch wurde der Tabak zu dieser Zeit in den amerikanischen Kolonien nur in Pfeifen geraucht. Die Zigarre selbst kam erst 1762 dort an. Später brachte der in Cuba stationierte britische Offizier Israel Putnam (später amer. General) Zigarren mit in seine Heimat Connecticut.

 
 

Bald darauf entstanden in Hartford die ersten Zigarrenfabriken. Aus kubanischem Tabaksamen pflanzte man Tabak an und erzielte rund 1820 die ersten bedeutsamen Erträge. (Abb. links Mitte - Zino Davidoff)

Die Gewohnheit des Zigarrenrauchens verbreitete sich (im Gegensatz zu anderen Arten des Tabakgenusses) in Europa von Spanien aus, wo bereits 1717 in Sevilla Zigarren aus Cubanischem Tabak hergestellt wurden. Durch ihre Qualitative Überlegenheit verdrängten die Kubanischen Formate jedoch mit steigender Nachfrage die spanischen Zigarren vom Markt. Damals schon förderte Spanien die kubanischen Tabakindustrie, was in vielen Bereichen bis in die heutige Zeit reicht. Beispielsweise finanziert Spanien Kubas Tabakernte zu einem großen teil vor, wodurch Spanien natürlich eine bessere Verhandlungsposition für kubanischen Tabakimport einnimmt. Aus diesem Grund kauft man kubanische Zigarren in Spanien teilweise bis zu 70% günstiger als in anderen Ländern Europas.

Die Gewohnheit des Zigarrenrauchens verbreitete sich (im Gegensatz zu anderen Arten des Tabakgenusses) in Europa von Spanien aus, wo bereits 1717 in Sevilla Zigarren aus Cubanischem Tabak hergestellt wurden. Durch ihre Qualitative Überlegenheit verdrängten die Kubanischen Formate jedoch mit steigender Nachfrage die spanischen Zigarren vom Markt. Damals schon förderte Spanien die kubanischen Tabakindustrie, was in vielen Bereichen bis in die heutige Zeit reicht. Beispielsweise finanziert Spanien Kubas Tabakernte zu einem großen teil vor, wodurch Spanien natürlich eine bessere Verhandlungsposition für kubanischen Tabakimport einnimmt. Aus diesem Grund kauft man kubanische Zigarren in Spanien teilweise bis zu 70% günstiger als in anderen Ländern Europas.

 
 


Zu der Zeit als die Zigarrenmacher den Kern der Kubanischen Gesellschaft darstellten, führte man den Brauch des Vorlesens ein –
einer der Zigarrenmacher mit der wohlklingendsten Stimme und den besten lektorischen Fähigkeiten wurde ausgewählt um gegen Langeweile und zur Bildung literarische und politische Werke vorzulesen unter anderen von Zola, Dumas und Victor Hugo.

Von der Lektüre eines der Werke von Alex Dumas stammt auch der Name einer Zigarre – Montechristo aus dem Roman Der Graf von Montechristo.
Im frühen 20. Jahrhundert wanderten dann viele kubanische Pflanzer in die Dominikanische Republik, nach Mexiko, Venezuela und Honduras aus, Länder die sich heute zu den Hauptkonkurrenten Kubas auf dem Zigarrenmarkt entwickelt haben.

 
 

Die wohl besten Deckblätter der Welt gehen auf ihn zurück und werden außerhalb Kubas produziert. Sie kommen aus Connenticut. Die berühmten Connecticut-Shade Deckblätter werden mit einem ungeheuren Aufwand produziert. Da Blätter die direkter Sonne ausgesetzt sind "Adern" produzieren, und dies sie für die Zigarren- Ummantelung unbrauchbar machen würde, hat man sämtliche Plantagen in einiger Höhe mit Gaze überspannt um sie im Schatten aufziehen zu können. Die Bewässerung der Felder wird mit feinen Nebeldüsen realisiert, die zur Vermeidung von Tropfen auf den Blättern dienen. Die Trocknung der geernteten Deckblätter wird sogar vorsichtig von Gasflammen von unten her unterstützt. Dieser Aufwand ist auch dafür verantwortlich warum in den
Produktionskosten einer Zigarre das Deckblatt bei weitem den höchsten Teil ausmacht.

 

Veröffentlicht in Wirtschaft

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